Lackierofen brennt: Großeinsatz

Samstag, den 05. November 2011 um 07:28 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Zahlreiche Feuerwehrleute waren am Samstagmorgen im Einsatz. Zahlreiche Feuerwehrleute waren am Samstagmorgen im Einsatz. Fotos: pfa

BAD AROLSEN. Zu einem brennenden Lackierofen in einer Fabrik für Lackdraht sind am frühen Samstagmorgen zahlreiche Feuerwehrleute aus der Kernstadt sowie aus Helsen und Mengeringhausen ausgerückt. Eine vorsorglich alarmierte Rettungswagenbesatzung stand auf dem Firmengelände bereit, die Rettungsassistenten brauchten aber nicht einzugreifen.

Anwohner in Helsen hatten nach Angaben von Wehrführer Gordon Kalhöfer am Samstagmorgen gegen 6.20 Uhr gesehen, dass brennende und glühende Teile aus der Fabrik emporschlugen. Die Anwohner schlugen Alarm, die Rettungsleitstelle alarmierte daraufhin die Feuerwehr, die mit zahlreichen Fahrzeugen und Einsatzkräften ausrückte. Teils unter Atemschutz gingen die Einsatzkräfte in das betroffene Fabrikgebäude vor. Als die Feuerwehren auf dem Fabrikgelände eintrafen, war der eigentliche Brand weitgehend bereits erloschen. Allerdings brannte noch "Dämmmaterial im Bereich der Filteranlage", erklärte der Arolser Wehrführer auf Anfrage von 112-magazin.de.

Zur Brandursache sagte Kalhöfer, es hätten sich bei Betriebstemperaturen von 800 bis 900 Grad Celsius Rückstände in einem der Lackieröfen entzündet. Diese waren für die Anwohner sichtbar aus dem Schornstein gewirbelt worden - teilweise bis auf die Korbacher Straße. Während die Kameraden aus Mengeringhausen unmittelbar wieder abrückten, setzten die rund 45 Feuerwehrleute aus Arolsen und Helsen mehrere speziellen Kohlendioxid-Löscher ein und erstickten damit die Reste des Feuers. Einsatzleiter war der stellvertretende Stadtbrandinspektor Sven Eichweber.

Die letzten Feuerwehrleute rückten gegen 8.30 Uhr wieder ab und bestückten die Fahrzeuge - im Stützpunkt der Kernstadtwehr hatte zu dieser Zeit bereits ein Grundlehrgang für angehende Feuerwehrleute begonnen. Einige der Einsatzkräfte, die seit 6.20 Uhr im Einsatz waren, gingen nach ihrer Rückkehr unmittelbar in die Ausbildung der Anwärter über.

Angaben über die Schadenshöhe lagen am Samstag nicht vor. Das Feuer in dem Lackierofen war nicht das erste seiner Art. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Brände in den Öfen ausgebrochen. "Das bleibt bei solch hohen Betriebstemperaturen nicht aus", sagte Wehrführer Kalhöfer weiter. Anfang vergangenen Jahres hatte ein Stromausfall für einen Brand in einem der Lackieröfen gesorgt, damals waren zwei Mitarbeiter verletzt worden.

Zuletzt geändert am Samstag, den 05. November 2011 um 14:34 Uhr