Brand in Wellen: Flammen schlagen aus den Fenstern (aktualisiert)

Freitag, den 02. Dezember 2016 um 16:23 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Auch die Wildunger Drehleiter war bei dem Brand in Wellen im Einsatz. Auch die Wildunger Drehleiter war bei dem Brand in Wellen im Einsatz. Foto: Feuerwehr Wellen

WELLEN. Durch einen Küchenbrand unbewohnbar geworden ist eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Wellen. Das Feuer in der Bachstraße brach am Donnerstag gegen 20.50 Uhr aus, die 80 Jahre alter Bewohnerin der betroffenen Wohnung wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Die Leitstelle alarmierte nach dem Notruf die Feuerwehren aus Wellen, Anraff und Bergheim-Giflitz sowie die Kameraden aus Bad Wildungen, die mit insgesamt 69 Kameraden zur Einsatzstelle ausrückten. Die Brandschützer aus der Badestadt machten sich unter anderem mit der Drehleiter auf den Weg nach Wellen. Auch Rettungskräfte eilten in den Edertaler Ortsteil.

Flammen schlagen aus mehreren Fenstern
In einer Wohnung in einem Sechsfamilienhaus hatte vermutlich angebranntes Essen zu einem Küchenbrand geführt. Als die ersten Kräfte kurz darauf an der Einsatzstelle eintrafen, schlugen bereits Flammen aus mehreren Fenstern im Untergeschoss des Hauses. Laut Polizeisprecher Volker König brannten Küche und Wohnzimmer aus, die übrigen Räume wurden durch Rauch und Ruß in Mitleidenschaft gezogen.

Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zur Personensuche und zur Brandbekämpfung vor. Die Personensuche gestaltete sich nach Angaben von Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam schwierig, da anfangs nicht klar war, wie viele Personen in dem betroffenen Haus wohnen und wo diese sich aufhielten.

Mehrfamilienhaus mit Rauchmeldern ausgestattet
"Zum Glück waren einige Bewohner nicht zu Hause, eine Frau wurde vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert", sagte Rübsam am Morgen gegenüber 112-magazin.de. Der Gemeindebrandinspektor hob hervor, dass das Mehrfamilienhaus mit Rauchmeldern ausgestattet ist und so die Bewohner vor dem Brand gewarnt worden waren.

Weil durch den Brand ein relativ hoher Schaden entstand und neben Inventar auch das Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurde, übernimmt die Kripo die Ermittlungen zur Brandursache. Die Brandermittler nahmen am Freitagmorgen ihre Untersuchungen in der Wohnung aus. Laut König hätten sich bislang keinerlei Hinweise auf ein vorsätzliches Inbrandsetzen ergeben. Damit kommen andere Ursachen wie Fahrlässigkeit oder eine technische Ursache in Betracht. Die Schadenshöhe gab der Polizeisprecher mit geschätzten 100.000 Euro an. (pfa) 


Erst Anfang der Woche waren Edertaler Feuerwehrleute im Einsatz:
Edertal: Ein Toter bei schwerem Verkehrsunfall (28.11.2016, mit Fotos)
Tödlicher Zusammenstoß bei Wellen: Unfallopfer identifiziert (01.12.2016, mit Fotos)

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Zuletzt geändert am Freitag, den 02. Dezember 2016 um 16:44 Uhr