Gärsubstrat in Bachlauf - Feuerwehr verhindert Fischsterben

Sonntag, den 18. Februar 2018 um 12:00 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Die Feuerwehr war rechtzeitig vor Ort und griff ein. Die Feuerwehr war rechtzeitig vor Ort und griff ein. Foto: 112-magazin.de

DIEMELSTADT/HELMIGHAUSEN. Ein Störfall in der Biogasanlage am Rothshammer sorgte am Sonntagmorgen für rege Einsatztätigkeiten der Feuerwehren aus Orpethal, Wrexen, Neudorf, Helmighausen, Rhoden und Bad Arolsen - um 7.45 Uhr wurden die Freiwilligen alarmiert um das Ökosystem von Orpe und Diemel zu schützen.

Gut 15 m³ Gärsubstrat waren in den frühen Morgenstunden aus der Biogasanlage ausgelaufen und drohten über die Krummbicke in die Orpe zu gelangen.  Schnell reagierte der Landwirt und Betreiber der Anlage und informierte umgehend die Polizei, die Leitstelle und den Leiter der Unteren Wasserbehörde Manfred Emde.

Mit 45 Einsatzkräften rückten die Wehren unter Stadtbrandinspektor Volker Weymann an, um das Gefahrgut über Sperren in den Bächen zu stauen und abzusaugen - hilfreich dabei waren weitere Landwirte, die mit Schleppern und Wasserfässern unermüdlich im Einsatz standen und die Wehren tatkräftig unterstützten.

Mit einem Bagger konnten Erdsperren errichtet werden. Im Bereich der Unterführung zur Landesstraße 3438 wurde eine Wassersperre aufgebaut und Frischwasser in den kontaminierten Bachlauf zur Orpe gepumpt um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen.

Wie Manfred Emde von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Waldeck-Frankenberg mitteilte, entzieht Gärsubstrat dem Wasser Sauerstoff. Fische sind bei hoher Konzentration von Gärsubstrat in Bächen oder Flüssen akut gefährdet. Erste Stichproben entlang der Orpe deuten darauf hin, dass die Einsatzkräfte, die Landwirte und die Untere Wasserschutzbehörde rechtzeitig eingegriffen haben: Tote Fische konnten nicht festgestellt werden. (112-magazin)

Zuletzt geändert am Sonntag, den 18. Februar 2018 um 16:20 Uhr