Mega-Dieselspur von Helsen bis Istha

Freitag, den 17. Februar 2012 um 13:53 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel

BAD AROLSEN/WOLFHAGEN. Eine fast 30 Kilometer lange Dieselspur hat am Freitag stundenlang die Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren sowie die Mitarbeiter der Straßenmeistereien aus Arolsen und Wolfhagen gefordert. Verursacher war offenbar ein Schrottsammler aus Kassel, der mit Motorschaden bei Istha liegenblieb.

Zunächst waren "nur" die Feuerwehren aus Bad Arolsen und Helsen gegen 11 Uhr alarmiert worden, nachdem einige Straßen in der Kernstadt und in Helsen sowie der Parkplatz eines Discounters mit Dieselkraftstoff verschmutzt waren. Laut Polizei und Feuerwehr war die zwischen 80 Zentimetern und 1,20 Meter breite Dieselspur in der Rauchstraße, Twistestraße, Orpestraße sowie in der Großen Allee zu finden, erstreckte sich dann auf der Landauer Straße in Richtung Twistesee, weiter über die Bundesstraße 450 in Richtung Landau, durch mehrere Landauer Straßen und weiter über Gasterfeld in Richtung Wolfhagen. Dort wurde die Spur aus unbekannten Gründen für einige Kilometer unterbrochen, setzte sich hinter Wolfhagen auf der B 450 weiter in Richtung A 44 fort. Auf einem Parkplatz in Höhe von Istha endete die Dieselspur - und dort traf die Polizei einen Lumpensammler aus Kassel an, dessen Pritschenwagen mit Motorschaden liegen geblieben war. Möglicherweise war der Schrottsammler auch in Braunsen unterwegs, denn von dort wurde der Polizei auch eine Dieselspur gemeldet.

Nachdem das gesamte Ausmaß der Verschmutzung bekannt geworden war, ließ Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer auch die Feuerwehren aus Landau und Bühle alarmieren, die ebenfalls mit Ölbindemittel ausrückten. Nicht zuletzt waren Straßenwärter aus Bad Arolsen und Wolfhagen mit von der Partie bei der Beseitigung der fast 30 Kilometer langen Spur. Die Kosten des mehrstündigen Einsatzes muss nun die Versicherung des Schrotthändlers tragen.

Ebenfalls ein Schrottverwerter war es, der im Oktober vergangenen Jahres einen Feuerwehreinsatz zum Abstreuen ausgelaufenen Heizöls ausgelöst hatte. Der Kasseler Altmetallsammler hatte einen alten Ofen geladen, aus dem während der Fahrt tropfenweise Öl auf mehrere Straßen tropfte. Regen hatte damals den Brennstoff großflächig verteilt.


112-magazin.de berichtete damals über die Feuerwehreinsatz:
Alter Ofen leckt: Schrottsammler zieht Ölspur (12.10.2011, mit Fotos)