Ölwannen aufgerissen: 400 Kilo Bindemittel gestreut

Dienstag, den 01. Mai 2012 um 19:01 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Fast 30 Feuerwehrleute waren mehr als drei Stunden im Einsatz, um die ölverschmutzte B 252 abzustreuen und zu reinigen. Zwei Autos hatten sich an einem größeren Stein die Ölwanne aufgerissen. Fast 30 Feuerwehrleute waren mehr als drei Stunden im Einsatz, um die ölverschmutzte B 252 abzustreuen und zu reinigen. Zwei Autos hatten sich an einem größeren Stein die Ölwanne aufgerissen. Fotos: Feuerwehr

EDERBRINGHAUSEN/SCHMITTLOTHEIM. Zwei Autos, die am Dienstagmorgen im Abstand weniger Minuten über einen auf der B 252 liegenden größeren Stein fuhren, haben sich die Ölwannen aufgerissen und so für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. Die Brandschützer brachten 400 Kilogramm Bindemittel aus.

Kurz nacheinander fuhren am Dienstag gegen 6.10 Uhr laut Frankenberger Polizei zunächst ein 27 Jahre alter Marburger mit einem BMW und Bootsanhänger und wenig später ein 32-Jähriger aus Frankenberg mit seinem Opel über den Stein, der von einem Steilhang auf die Bundesstraße gestürzt war. Den Angaben zufolge wurden dadurch die Ölwannen der beiden Autos aufgerissen und die Unterböden beschädigt. Der Schaden summiert sich auf rund 5000 Euro.

Weil die beiden Autos jede Menge Öl verloren hatten, wurde gegen 7 Uhr zunächst die Feuerwehr aus Schmittlotheim alarmiert und auf die lange Gerade zwischen Ederbringhausen und Schmittlotheim entsandt. Auf der Anfahrt zur Unfallstelle sahen die Einsatzkräfte nach Angaben des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Bernd Schenk, dass sich die Ölspur durch kurz zuvor niedergegangenen Regen vergrößert hatte. Nach dem genauen Erkunden des Ausmaßes forderten die Brandschützer aus Schmittlotheim gegen 7.20 Uhr die Kameraden aus Herzhausen an. Die Kameraden aus Ederbringhausen können derzeit wegen einer Straßensperrung nicht auf die B 252 ausrücken.

Laut Schenk brachten die rund 30 Einsatzkräfte beider Wehren rund 400 Kilogramm Ölbindemittel auf einer insgesamt rund drei Kilometer langen Strecke aus. Mit Hilfe der Kehrmaschine, die am Trecker eines Feuerwehrmannes montiert ist, wurde das vollgesogene Bindemittel wieder aufgenommen. Währenddessen blieb die B 252 im Bereich der Baustelle kurzfristig voll gesperrt. Erst gegen 10.30 Uhr rückten die Feuerwehren wieder ein.

Kein Bereitschaftsdienst der Straßenmeisterei
Der Versuch von Polizei und Rettungsleitstelle, den Bereitschaftsdienst der Straßenmeisterei zu erreichen, misslang. Die Straßenmeistereien dürfen per Erlass der Landesregierung seit dem vergangenen Jahr keine Bereitschaften mehr stellen. Dies erhitzt immer wieder die Gemüter der ehrenamtlichen Brandschützer, die vor allem nach Unfällen abends, an Wochenenden und Feiertagen die Aufgaben der Straßenwärter übernehmen müssen.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 01. Mai 2012 um 20:01 Uhr