Zündelnde Kinder? Bauernhof weitgehend abgebrannt / VIDEO

Mittwoch, den 25. Juli 2012 um 18:06 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Der Wirtschaftstrakt (rechts) brannte vollständig ab, am Wohnhaus fiel der Dachstuhl den Flammen zum Opfer. Der Wirtschaftstrakt (rechts) brannte vollständig ab, am Wohnhaus fiel der Dachstuhl den Flammen zum Opfer. Fotos: Sascha Pfannstiel

DEHAUSEN. Vermutlich zündelnde Kinder haben am Mittwochabend den Brand eines Bauernhofes am Ortsrand von Dehausen ausgelöst. Der Stall- und Scheunentrakt wurde weitgehend zerstört, am Wohnhaus fiel der gesamte Dachstuhl den Flammen zum Opfer. Verletzt wurde niemand, vermutlich kamen aber einige Tiere um.

Zu dem Großeinsatz rückten gegen 18 Uhr Feuerwehren aus mehreren Diemelstädter Stadtteilen sowie aus Bad Arolsen ausgerückt. Weil in ersten Meldungen davon die Rede war, möglicherweise seien noch Menschen im Gebäude, alarmierte die Leitstelle auch den Bad Arolser Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand der gesamte Dachstuhl des Wirtschaftstraktes in Vollbrand, das Feuer griff in Windeseile auch auf den Dachstuhl des Wohnhauses über. Der landwirtschaftliche Komplex liegt direkt an der Landesstraße 3081, die von Rhoden nach Ammenhausen führt. Die Ortsdurchfahrt blieb während der Löscharbeiten voll gesperrt, damit die vielen Rettungskräfte und Feuerwehrleute arbeiten können. Mindestens 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz, auch Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick verschaffte sich ein Bild von den Löscharbeiten.

Seinen Ausgang nahm das Feuer ersten Informationen der Kripo zufolge vom Dachboden des Wirtschaftstraktes - dort war Heu eingelagert. Vermutlich hatten hier Kinder gespielt, die möglicherweise auch zündelten. "Es muss rasend schnell gegangen sein", sagte ein Ermittler der Kripo gegenüber 112-magazin.de über die Ausbreitung des Brandes. Rettungskräfte betreuten die aufgeregten Kinder, diese brauchten aber nicht behandelt oder gar ins Krankenhaus transportiert zu werden. Ob die Kinder tatsächlich etwas mit dem Feuer zu tun haben, wollte der Kripobeamte nicht sagen. "Die Ermittlungen dauern an", hieß es an der Brandstelle. Auch Angaben über die Schadenshöhe seien noch nicht möglich. Bewohnt und bewirtschaftet wird der Hof von einem Ehepaar, Kinder leben nicht auf dem landwirtschaftlichen Anwesen.

Den Feuerwehrleuten unter Leitung von Florian Kistner, Wehrführer in Rhoden, verlangte der Brand einiges ab: Weil der Wirtschaftstrakt nicht mehr zu retten war, galt das Hauptaugenmerk dem Schutz des Wohnhauses. Zwar brannte dessen Dachstuhl ab, die darunter liegenden Wohnräume wurde jedoch vor dem Feuer bewahrt. Welcher Schaden womöglich durch Löschwasser entstand, war am Abend zunächst unklar. Den Brandschützern gelang es auch, mehrere Tiere - darunter Federvieh und Ziegen - aus den Stallungen zu retten. Vermutlich verendeten aber auch einige Tiere, genaue Angaben dazu lagen am Abend nicht vor.

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 26. Juli 2012 um 11:51 Uhr

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