Ölfilm gebunden, Vögelchen gerettet

Freitag, den 24. August 2012 um 08:41 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Von Booten aus legten Feuerwehrleute spezielle Ölsperren auf dem Twistesee aus. Aus dem Tank eines Motorbootes war Treibstoff ausgetreten. Von Booten aus legten Feuerwehrleute spezielle Ölsperren auf dem Twistesee aus. Aus dem Tank eines Motorbootes war Treibstoff ausgetreten. Fotos: Feuerwehr Bad Arolsen

WETTERBURG. Ausgelaufenes Benzin hat einen schillernden Film auf dem Twistesee entstehen lassen. Die Feuerwehren aus Bad Arolsen, Wetterburg und Neu Berich rückten aus.

Die Wehren wurden gegen 17 Uhr alarmiert, nachdem Passanten in der Nähe der DLRG-Station einen Ölfilm auf dem Twistesee bemerkt hatten. Aus noch nicht geklärten Umständen war aus dem Tank eines Bootes eine gering Mengen Treibstoff ausgelaufen. Die Feuerwehrleute entfernten den Tank und streuten im Boot Ölbindemittel aus. Parallel dazu wurden die Boote der Feuerwehr Bad Arolsen und Wetterburg zu Wasser gelassen und eine 100 Meter lange Ölsperre an Land vorbereitet, die dann durch die Boote um die Leckage gezogen wurde, um ein weiteres Ausbreiten des Treibstoffes zu verhindern. Im Anschluss daran brachten die Feuerwehrleute spezielle Würfel auf dem Wasser aus, die den Treibstoff aufsaugen.

Nach Rücksprache mit der Unteren Wasserschutzbehörde verbleibt die Sperre bis Samstag vor Ort. Der Eigentümer des Bootes wird dieses bis dahin säubern und von Treibstoff befreien, damit keine weitere Gefahr für den Twistesee ausgehen kann.

Im Einsatz unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Michael Seebold und des Wehrführers Gordon Kalhöfer waren insgesamt 22 Einsatzkräfte. Die Kameraden aus Neu Berich waren in Bereitschaft, brauchten jedoch nicht eingesetzt zu werden.

Rotkehlchen befreit
Der Einsatz war um 18.44 Uhr beendet. Als sich die Bad Arolser Einsatzkräfte auf der Rückfahrt zum Stützpunkt befanden, meldete die Leitstelle einen weiteren Einsatz: In der "Vögelsiedlung" in Mengeringhausen hatte sich ein Rotkehlchen in Folienresten eines Dachfirstes verheddert und konnte sich alleine nicht mehr befreien. Die Mannschaft des Löschgruppenfahrzeuges fuhr diese Einsatzstelle an und befreite den Vogel über die Steckleiter aus seiner misslichen Lage. Die Hauseigentümer nahmen den Vogel in ihre Obhut. Gegen 19.30 Uhr war dieser Einsatz auch beendet und die Fahrzeuge waren wieder einsatzbereit.


Der Fall aus Mengeringhausen erinnert an die Befreiung einer Dohle in Korbach:
Eingeklemmt: Feuerwehr und Tierarzt retten verletzte Dohle (18.03.2012, mit Video und Fotos)

Zuletzt geändert am Freitag, den 24. August 2012 um 09:38 Uhr