Keine Werbeanzeigen bei "Polizeiverlagen" schalten

Mittwoch, den 09. August 2017 um 09:45 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
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Polizeiverlage haben nichts mit der Polizei zu tun Polizeiverlage haben nichts mit der Polizei zu tun Titelbild: Symbolbild 112-magazin

HESSEN. Die Polizei in Mittelhessen warnt vor angeblichen Polizei-Verlagen. So nutzten dubiose Verlage den Neubau der Polizei in Butzbach offenbar um Werbeanzeigen bei Gewerbetreibenden zu verkaufen. Die Polizei warnt jedoch vor solchen Angeboten und bittet, solche Offerten genau zu prüfen.

Vor einigen Tagen hatte eine Firma bei Butzbach ein Angebot eines angeblichen Polizeiverlages erhalten. Ihr wurde dabei mitgeteilt, dass sie eine Werbeanzeige schalten können. Da in der Ausgabe auch der Neubau der Butzbacher Polizei vorgestellt wird, liege auch ein regionaler Bezug vor, so der Anrufer. Der "Verlagsangestellte" teilte der Firmeninhaberin weiter mit, dass eine halbseitige Anzeige etwa 500 Euro kosten würde. Die Frau schöpfte nach dem Angebot Verdacht und verständigte die Polizei.

Die Polizei weist darauf hin, dass solche Polizeiverlage nichts mit der Polizei zu tun haben und auch nicht im polizeilichen Auftrag tätig sind. In den Gesprächen wird oft eine Förderung der Polizeiarbeit oder ein polizeiliches "Entgegenkommen" gegenüber dem Inserenten angedeutet. Die Gewerbetreibenden bekommen die Angebote zumeist telefonisch oder per Mail.

Tatsächlich haben solche Verlage generell nichts mit der Polizei zu tun. Für Werbung in derartigen Publikationen sollte man kein Geld ausgeben, zumal sie bei der Polizei nicht ausliegen. Meist wird nur eine Auflage gedruckt, die gerade Belegexemplare für die Inserenten und Werbeexemplare für die Akquisition neuer Aufträge umfasst.

Die Welle der unlauteren Anzeigenakquise könnte auch auf Waldeck-Frankenberg überschwappen. Betroffene Betriebe können unter der Telefonnummer 05631/971-0 Hinweise an die Polizei richten. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 09. August 2017 um 10:16 Uhr