Mäh kein Reh - Landjugend engagiert in Kitzrettung

Mittwoch, den 24. Mai 2017 um 08:34 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
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Vor dem Mähen sollten blaue Flatterbänder in die Wiesen gesteckt werden Vor dem Mähen sollten blaue Flatterbänder in die Wiesen gesteckt werden Foto: 112-magazin (Symbolbild)

WALDECK-FRANKENBERG. Nach dem Tod eines Rehkitzes, das am vergangenen Samstag bei Mäharbeiten am Diemelsee sein Leben lassen musste, möchte die Hessische Landjugend auf die Gefahren beim Mähen aufmerksam machen und bietet Flatterbänder zur Kitzrettung an.

Die Landjugend Basdorf ging bereits mit gutem Beispiel voran und beteiligte sich erfolgreich an der Aktion "Mäh kein Reh" in der Feldgemarkung Vöhl. Dabei wurden Stangen mit blauen Flatterbändern in die Wiesen gesteckt. Die 25 Mitglieder der Landjugend bieten Landwirten an, bei der Kitzrettung mit Rat und Tat zu helfen. Wer also Interesse hat meldet sich unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .


Warum blaue Flatterbänder?

Führende Ricken erkennen diese Bänder als Gefahrenquelle und holen ihre Kitze meist Abends oder Nachts aus den Grünlandflächen heraus. Die Flatterbänder können von Landwirten und Jagdpächtern im Set kostenlos bei der Hessischen Landjugend  unter der Telefonnummer 06031/974610 angefordert werden. Ein Set beinhaltet 10 Flatterbänder und reicht für 5 Hektar. Während Menschen bei Orange rotsehen, ist Blau für Rehwild die natürliche Warnfarbe.


Zeitraum:

Nach Angaben einer Mitarbeiterin der Hessischen Landjugend sollten die Stangen mit den blauen Flatterbändern zwölf bis maximal 24 Stunden vor dem Mähen in die Wiesen gestellt werden. Nicht früher, da sich das Rehwild sehr schnell an die Stangen und Flatterbänder gewöhnt.

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 24. Mai 2017 um 09:58 Uhr