"Hätte tot sein können": Motorrad gegen Lkw / VIDEO

Samstag, den 19. Mai 2012 um 10:08 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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BAD AROLSEN. Dieser Schutzengel hat ganze Arbeit geleistet: Ein 35-jähriger Motorradfahrer ist am frühen Samstagmorgen offenbar mit hohem Tempo gegen den Auflieger eines Sattelzugs geprallt. Der Zweiradfahrer aus Diemelstadt überstand den Unfall mit leichten bis schweren Verletzungen.

"Der Kradfahrer hätte tot sein können", sagte ein Polizist an der Unfallstelle auf der Bundesstraße 252 Höhe "Helser Tannen". Der Mann habe sehr viel Glück gehabt bei dem Aufprall, der deutliche Spuren am Auflieger hinterlassen hatte. Mit dem Rettungswagen wurde der Motorradfahrer nach notärztlicher Erstversorgung an der Unfallstelle ins Krankenhaus nach Bad Arolsen eingeliefert.

Zum Hergang: Ein 31 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Spenge befuhr am Samstag gegen 6 Uhr die B 252 aus Richtung Rhoden kommend in Richtung Bad Arolsen. Den Polizisten gegenüber gab der Mann später an, er habe in Höhe der "Helser Tannen" nach links auf einen Parkplatz fahren wollen, habe entgegenkommenden und rückwärtigen Verkehr beachtet, den Blinker gesetzt und über die Gegenspur auf die Parkbucht fahren wollen. "Plötzlich hat es einen Schlag gegeben", sagte der Lkw-Fahrer gegenüber 112-magazin.de, "gesehen habe ich das Motorrad vorher nicht". Der Brummifahrer stieg aus, kümmerte sich um den Motorradfahrer und verständigte sofort Polizei und Rettungsdienst.

Nach Angaben der Polizei ist der Unfallhergang noch nicht vollständig geklärt. Möglicherweise habe der Motorradfahrer den abbiegenden Lkw nicht oder zu spät gesehen, die Situation falsch eingeschätzt oder sei abgelenkt gewesen. Mit relativ hohem Tempo stieß der Motorradfahrer jedenfalls gegen die linke hintere Ecke des Aufliegers. Sowohl die massive Stahl-Stoßstange des Sattelaufliegers als auch ein starkes Blech unter dem Laderaum wurden verbogen. Am Motorrad, einer älteren Kawasaki ZRX 1100, entstand Totalschaden. Der Schaden am Lkw beträgt nach Einschätzung der Polizei mindestens 1000 Euro.

Arolser Feuerwehr streut ausgelaufenes Öl ab
Die Arolser Feuerwehr rückte nach dem Unfall aus, um die Unfallstelle abzusichern, ausgelaufenes Öl abzustreuen, Trümmerteile einzusammeln und Warnschilder aufzustellen. Die gut zehn Einsatzkräfte rückten nach knapp einer halben Stunde wieder ein.

Der unverletzt gebliebene Lkw-Fahrer durfte mit Erlaubnis der Polizei bis zur nächsten Lkw-Werkstatt weiterfahren. Der Unfall bei Bad Arolsen erinnerte den 31 Jahre alten Brummifahrer an einen eigenen Motorradunfall vor einem Jahr. Die Folgen spüre er bis heute, sagte der Mann, "und ich fahre auch kein Motorrad mehr". Der Zusammenstoß habe ihm einmal deutlich die Gefahr des Motorradfahrens vor Augen geführt.

Zuletzt geändert am Samstag, den 19. Mai 2012 um 14:37 Uhr

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