Sicherheitsmaßnahmen auf Weihnachtsmarkt verstärkt

Dienstag, den 20. Dezember 2016 um 15:36 Uhr Verfasst von  Theresa Weißing
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Die Weihnachtszeit sollte eigentlich eine besinnliche Zeit sein. Die Weihnachtszeit sollte eigentlich eine besinnliche Zeit sein. Foto: pfa/Archiv

PADERBORN. Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am Montagabend haben alle Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen in Abstimmung mit dem Innenministerium die Gefährdungslage neu bewertet und ihre Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Weihnachtsmärkten angepasst. In der Innenstadt wurden Kontrollstellen eingerichtet und mehr Polizeistreifen sollen auf dem Weihnachtsmarkt für Sicherheit sorgen.

Die Kreispolizeibehörde hat das bestehende Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt in Paderborn mit Landrat Manfred Müller neu beurteilt. Dieses Ergebnis ist mit Verantwortlichen der Stadt Paderborn, den Betreibern des öffentlichen Nahverkehrs sowie mit Vertretern der Schausteller abgestimmt worden. Landrat Müller äußerte sich zu den neuen Sicherheitsbestimmungen: "Trotz der schrecklichen Vorkommnisse in Berlin werden wir alles dafür tun, damit Besucher die Paderborner Innenstadt und den Weihnachtsmarkt wie bisher besuchen können. Die Polizei in Paderborn steht in engem Informationsaustausch mit allen Sicherheitsbehörden. Die Behörden können aber trotz aller Bemühungen keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten. Aktuell liegen uns keine konkreten Erkenntnisse oder Hinweise vor, die auf bestehende terroristische Planungen oder Aktionen hindeuten."

Der Weihnachtsmarkt in Paderborn wird wie geplant bis einschließlich Freitagabend um 22 Uhr geöffnet bleiben. Allerdings wird die Polizei noch deutlicher als bislang ihre sichtbare Präsenz verstärken. Bereits ab Dienstagnachmittag wurden zusätzliche Polizeistreifen in der Innenstadt und auf dem Weihnachtsmarkt eingesetzt. Darüber hinaus lässt der Landrat auf wichtigen Zufahrtsstraßen in der Innenstadt zusätzliche Kontroll- und Sperrstellen errichten. Dort werden Beamte mit sichtbaren Schutzwesten und mit Maschinenpistolen vor Ort sein.

"Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Besucher des Weihnachtsmarktes bestmöglich zu schützen und uns trotz allem ein Stück gewohnter Normalität zu bewahren. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang der Paderborner Polizei und den Beschickern des Weihnachtsmarktes, insbesondere dem Paderborner Schaustellerverein, für das große Engagement und die sehr hilfreiche Unterstützung", so der Paderborner Bürgermeister Michael Dreier.

Der Busverkehr wird zwei Stunden früher bereits ab 13 Uhr zwischen Kamp und Marienstraße eingestellt. Fahrgäste werden gebeten, sich beim Padersprinter nach möglichen Fahrplanänderungen zu erkundigen. Die Polizei ruft zur Besonnenheit auf und bittet darum, die Arbeit der Polizei aktiv zu unterstützen, indem verdächtige Wahrnehmungen sofort über den Notruf 110 gemeldet werden.


Zuletzt geändert am Dienstag, den 20. Dezember 2016 um 16:38 Uhr