Nicht angeschnallt - Unfall, eingeklemmt, Lebensgefahr

Sonntag, den 03. September 2017 um 15:51 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Rettungsschere im Einsatz Rettungsschere im Einsatz Symbolbild: pfa/Archiv

PADERBORN. Rückhaltesysteme in Fahrzeugen sind seit über 40 Jahren Pflicht. Weshalb sich immer wieder Fahrzeugführer oder Mitfahrer der Gurtpflicht entziehen, darüber kann nur spekuliert werden. Kommt es jedoch zum Crash, können Gurte Leben retten.  Am Samstagabend erlitten zwei Fahrzeuginsassen bei einem Verkehrsunfall auf der Borchener Straße in Paderborn schwerste Verletzungen - die beiden Männer waren nicht angeschnallt.

Gegen 21.35 Uhr befuhr ein 22-jähriger Mann aus Paderborn mit seinem Ford Mondeo die Borchener Straße in Paderborn stadtauswärts. An der Kreuzung Borchener Straße zur Halberstädter Straße beabsichtigte der Paderborner nach links in die Halberstädter Straße abzubiegen. Beim Abbiegevorgang übersah er einen entgegenkommenden VW Up, der von einem 36-jährigen Mann aus Brenken gefahren wurde. Auf dem Beifahrersitz saß ein 20-jähriger Mann aus Elsen.

Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß beider Autos. Der VW wurde durch den Zusammenstoß noch gegen einen Ampelmasten geschleudert, der  Beifahrer im total beschädigten Fahrzeug eingeklemmt,  musste mittels Rettungsschere von der Feuerwehr aus dem Autowrack befreit werden. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte.

Der Fahrer wurde ebenfalls schwer verletzt. Ermittlungen ergaben, dass beide Schwerverletzten nicht angeschnallt waren. Der Fordfahrer hingegen war angeschnallt und blieb unverletzt. Beide Autos mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden an den Autos und der Ampel beträgt etwa 9500 Euro.

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Zuletzt geändert am Sonntag, den 03. September 2017 um 16:22 Uhr