Betrüger weiterhin zu Gange: 13 Fälle von falscher Polizei

Montag, den 19. März 2018 um 13:59 Uhr Verfasst von  Aneudis Taveras
Bei den Anrufern der Betrüger erscheint auf dem Telefondisplay meist die 110. Bei den Anrufern der Betrüger erscheint auf dem Telefondisplay meist die 110. Symbolbild: 112-magazin.de

MARSBERG. Schon wieder gab es viele angezeigte Fälle der inzwischen sehr häufig auftretenden Anrufe durch falsche  Polizeibeamte. In diesem Fall hat es das Stadtgebiet Marsberg erwischt.

Am Wochenende meldeten sich insgesamt 13 Bürgerinnen und Bürger bei der echten Polizei und zeigten den versuchten Betrug an.  Erfreulicherweise gelang es den Betrügern nicht, mit ihrer Masche Erfolg zu haben. Alle Marsberger verhielten sich genau richtig und ließen sich nicht auf die Betrüger ein.

Die Täter suchen sich bevorzugt ältere Mitbürger aus, rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizisten aus. Hierbei erscheint häufig die örtliche Vorwahl in Verbindung mit der 110 im Telefondisplay. Mit einer geschickten Gesprächsführung warnen die Täter zum Beispiel vor einem angeblich bevorstehenden Einbruch. Die Bewohner erhalten den Tipp,  das gesamte Bargeld im Haus zu sammeln, um es von einem  Kriminalbeamten abholen und an einen "sicheren Ort" bringen zu lassen. Selbstverständlich versprechen sie, das Geld zurückzubringen, wenn die Gefahr gebannt ist.

  • Durch diese Vorgehensweise haben die Betrüger schon fünfstellige Summen erbeutet. Mit diesen Tipps der Polizei können Sie sich vor Trickbetrügern schützen:
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel die echte Polizei unter dem  Notruf 110 an.
  • Informieren Sie Ihre Familie, Freunde oder gute Nachbarn.
  • Für Betrüger ist es ein geringer Aufwand die Telefonnummer als 110 erscheinen zu lassen - die echte Polizei überträgt niemals die Notrufnummer 110 auf das angerufene Telefondisplay.
  • Geben Sie am Telefon niemals Details zu Ihren finanziellen  Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an  unbekannte Personen.
  • Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür: Sie sind  grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre  Wohnung zu lassen.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel  Polizisten, den Dienstausweis. 

(ots/r)

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Zuletzt geändert am Montag, den 19. März 2018 um 19:08 Uhr