Betrügermasche geht weiter

Donnerstag, den 26. April 2018 um 14:50 Uhr Verfasst von  Aneudis Taveras
Noch immer währt die Betrügermasche der falshen Polizisten an. Noch immer währt die Betrügermasche der falshen Polizisten an. Symbolfoto: Polizei/ots (Archiv)

PADERBORN. Eine Serie von Betrugsversuchen hält seit Montag an. Insgesamt 16 vermeintliche Opfer, vorwiegend Seniorinnen und Senioren, erstatteten bis Dienstagabend Anzeige.

Dabei ist kein Fall bekannt geworden, bei dem die Täter etwas erbeutet haben. Dennoch ist die Serie noch nicht vorbei, denn auch am Mittwoch sind die Täter weiter aktiv.

Erste Fälle hat die Kriminalpolizei schon aufgenommen. Deswegen, so der Appell der Polizei, sei es gerade für ältere Menschen wichtig, einen vertrauten Ansprechpartner zu haben, den sie in solchen Fällen sofort kontaktieren können. Das können Angehörige, Freunde, Bekannte oder Nachbarn sein. Diese sollten die Seniorinnen und Senioren regelmäßig über Betrugsmaschen oder das Vorgehen von Trickdieben informieren.  

Immer wieder warnt die Polizei vor der Masche mit den "falschen Polizisten", bei denen sich die Betrüger am Telefon dreist als Polizei- oder Kriminalbeamte von der örtlichen Dienststelle oder vom BKA ausgeben und versuchen, ihre Opfer zu verunsichern. Sie gaukeln Einbrüche in der Nähe vor und dass Personen festgenommen wurden - aber eben nicht alle. Daher müsse man damit rechnen, dass jetzt auch im Haus des jeweils Angerufenen eingebrochen würde, weswegen die Kriminellen wissen wollen, wieviel Geld im Haus ist.

Oft kommt es zu mehreren Anrufen, in denen die Legende erweitert und angegeben wird, dass das Geld auch auf der Bank nicht sicher sei und man das Geld besser der Polizei geben solle. Die Täter haben zu diesem Zeitpunkt längst herausbekommen, was bei dem jeweiligen Opfer zu holen ist. Die Bargeldsummen liegen fast immer bei mehreren 10.000 Euro. Durch geschickte Gesprächsführung und stetiges "Angst machen" gelingt es den Tätern nicht selten, ihre Opfer derart zu beeinflussen, dass diese auf die kriminellen Forderungen eingehen, obwohl ihnen die "falsche-Polizisten"-Masche durchaus bekannt ist.  

Um nicht auf "falsche Polizeibeamte" hereinzufallen rät die Polizei:  


  • Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt.  
  • Geben Sie unbekannten Personen - auch "Polizisten" am Telefon - keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.  
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.  
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.  
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie  sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.
(ots/r)

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 26. April 2018 um 17:53 Uhr