Die Zahl der Drogenverstöße im Straßenverkehr steigt

Donnerstag, den 10. Mai 2018 um 14:38 Uhr Verfasst von  Aneudis Taveras
Die Polizei errichtete Straßenverkehrskontrollen, um den Missbrauch von Drogen aufzudecken. Die Polizei errichtete Straßenverkehrskontrollen, um den Missbrauch von Drogen aufzudecken. Symbolfoto: Polizei/ots (Archiv)

PADERBORN. Am Montag führte die Polizei Alkohol- und Drogenkontrollen im Straßenverkehr durch. Dazu war durch die Beamten in Schloss Neuhaus auf der Bielefelder Straße eine stationäre Kontrollstelle eingerichtet worden.  

Die Polizei hat den Fokus ihrer Verkehrssicherheitsarbeit, neben der Bekämpfung der Hauptunfallursachen wie beispielsweise dem Missachten der Geschwindigkeitsvorgaben, insbesondere auf das Führen von Fahrzeugen und Kraftfahrzeugen unter Alkohol- und/ oder Drogeneinfluss gerichtet.

Die Zahl der Drogenverstöße bei der Teilnahme am Straßenverkehr ist in den letzten Monaten deutlich angestiegen. Im vergangenen Jahr war es jede Woche mehrfach zu Verkehrsunfällen gekommen bei denen der Einfluss von Drogen- und/oder Alkohol festgestellt wurde und fast 80 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden.

Am Montag wurde bei vier Pkw-Führern nach Urintests ein positives Ergebnis im Bezug auf den Missbrauch von Drogen festgestellt. Alle Ergebnisse wiesen deutlich auf die Einnahme von THC - dem berauschenden Wirkstoff in Marihuana, bzw. Haschisch vor, bzw. während der Fahrt hin. Daher wurde bei den Fahrern im Alter zwischen 19 und 47 Jahren die Entnahme einer Blutprobe angeordnet und die Weiterfahrt mit dem Pkw untersagt.

Allen Fahrern droht nun ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot, sofern es sich um einen sogenannten Erstverstoß handelt. Der 47-jährige Pkw-Führer war zudem über die Kontrollmaßnahmen derart aufgebracht, dass gegen ihn zusätzlich eine Strafanzeige wegen Beleidigung gefertigt werden musste.

Neben den Anzeigen wegen des Führens eines Kraftfahrzeuges unter Drogeneinfluss wurden bei zwei Lkw-Fahrern hingegen Verstöße gegen die Sozialvorschriften, namentlich der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, festgestellt. Darüber hinaus wurde bei zwei weiteren Fahrern von Gartenbau-Lkw die jeweilige Ladungssicherung bemängelt, bei denen entweder keine oder zu wenige Spanngurte vorhanden waren oder Ladeflächennetze fehlten.

Insgesamt war auffällig, dass viele motorisierte Verkehrsteilnehmer ohne ihren Führerschein unterwegs waren. Hierzu wurden Verwarngelder am Kontrollort erhoben. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 10. Mai 2018 um 14:55 Uhr