Vorgetäuschter Raub auf Paketzusteller - alles inszeniert

Freitag, den 24. August 2018 um 15:08 Uhr Verfasst von  Aneudis Taveras
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Marburg deckten nun die Wahrheit über den Vorfall auf. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Marburg deckten nun die Wahrheit über den Vorfall auf. Symbolbild: 112-magazin.de

MARBURG. Ein Raubüberfall vom 5. Juli wurde nun aufgeklärt und brachte ein sehr überraschendes Ergebnis ans Tageslicht.

Wir berichteten über den Raubüberfall vom 5. Juli: http://112-magazin.de/meldungen-aus-der-region/polizei/item/26393-unbekannter-attackiert-paketzusteller-mit-pfefferspray-klaut-bargeld

Ein Paketzusteller gab gegenüber der Polizei an, von einem Unbekannten grundlos angepöbelt, daraufhin mit Pfefferspray attackiert und ausgeraubt worden zu sein. Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Marburg und der Kriminalpolizei Marburg-Biedenkopf brachten nun die Wahrheit ans Tageslicht.

Der angezeigte Raub auf den Auslieferungsfahrer war eine abgekartete Sache und genau geplant. Die Beute wurde geteilt und zur Schuldentilgung verwendet. Sowohl der angebliche überfallene Fahrer als auch sein Komplize müssen sich demnächst wegen der Unterschlagung des Geldes und wegen des Vortäuschens einer Straftat verantworten.

Am Dienstag, den 21. August, wurden von der Staatsanwaltschaft Marburg beantragte und vom Amtsgericht Marburg erlassene Durchsuchungsbeschlüsse der Wohnungen vollstreckt und die 25 und 23 Jahre alten Männer aus Wiesbaden vorläufig festgenommen, gegen sie lagen jedoch keine ausreichenden Haftgründe vor. Die Polizei entließ die Männer nach den erkennungsdienstlichen Behandlungen und Vernehmungen.

Bei den Durchsuchungen stellte die Polizei diverse Beweismittel sicher, die das bisherige Ermittlungsergebnis bestätigten. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Freitag, den 24. August 2018 um 15:25 Uhr