Drei nächtliche Autodiebstähle - Diebe nutzen Elektronik

Donnerstag, den 18. Oktober 2018 um 16:28 Uhr Verfasst von  Aneudis Taveras
Drei nächtliche Autodiebstähle - Diebe nutzen Elektronik Symbolbild: 112-magazin.de

PADERBORN. In der Nacht zu Mittwoch sind in Paderborn zwei BMW und ein Mercedes gestohlen worden.  

Die erste Tat fiel in Sennelager am Mackensenweg gegen 5 Uhr auf. Ein Mercedes C250 AMG war am Vorabend gegen 19 Uhr von seinem Besitzer vor der Garage des Wohnhauses abgestellt worden. Der schwarze Pkw mit PB-Kennzeichen ist mit einem Keyless-go-System ausgestattet und wurde über Nacht entwendet. Um 6.10 Uhr stellte der Besitzer eines BMW 325i Touring den Diebstahl seines Wagens an der Benhauser Straße fest. Am Dienstagnachmittag hatte er den schwarzen BMW mit PB-Kennzeichen auf einem Einstellplatz an einem Mehrparteienhaus abgestellt und mit seinem Funkschlüssel verriegelt. Nur wenige Meter von diesem Tatort entfernt auf einem Supermarktparkplatz zwischen der Benhauser Straße und der Fechteler Straße fiel gegen 7.45 Uhr der Diebstahl eines schwarzen BMW Z4 mit Paderborner Nummer auf. Der Autohalter hatte seinen Wagen am späten Nachmittag auf dem Parkplatz direkt vor einem Wohnhaus abgestellt. Auch in diesem Fall nutzten die Täter vermutlich das Keyless-go-System, um den BMW zu stehlen.  

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05251/3060 entgegen.  

"Keyless-go" ist bequem für Autofahrer. Sobald sich der mit einem Minisender ausgestattete Fahrzeugschlüssel in der Nähe des Fahrzeugs befindet - meistens in der Jacken- oder Hosentaschen des Fahrers - entriegelt die Fahrzeugtechnik die Türen. Das Auto kann dann ohne Zündschlüssel mit einem Starttaster gestartet werden. Diesen Komfort nutzen Diebe mit speziellen Geräten aus. Sie fangen das Signal des Autoschlüssels ab und verstärken es. Liegt der Autoschlüssel zum Beispiel im Haus nahe der Eingangstür, können die Täter draußen mit ihren "Funkwellenverlängerern" zuschlagen und den gesendeten Code scannen. Das Auto öffnet sich automatisch und kann sofort vom Dieb gestartet werden. Ähnlich können Kriminelle auch auf Parkplätzen die Keyless-go-Signale abfangen, wenn der Besitzer mit seinem Schlüssel aussteigt. Sobald der Schlüsselinhaber sich entfernt hat, nutzen die Täter den mit ihren Geräten gespeicherten Code zum Diebstahl.  

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:  

  • Legen Sie den Funkschlüssel nie in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür.  
  • Achten Sie beim Aussteigen aus dem Wagen auf verdächtige Personen in Ihrer unmittelbaren Nähe. Verständigen Sie umgehend  die Polizei, wenn Ihnen verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Ihrer Wohngegend auffallen.  
  • Fragen Sie beim Hersteller Ihres Fahrzeuges, ob der Komfortzugang temporär deaktiviert werden kann oder fragen Sie bei Ihrer Fachwerkstatt nach, welche Möglichkeit es speziell für Ihr Fahrzeug gibt.  
  • Das Funksignal durch geeignete Maßnahmen abzuschirmen wäre eine  kurzfristige Möglichkeit zum Diebstahlsschutz. Dazu wird ein "Schlüsseltresor" aus Metall benötigt oder ein mit spezieller Sicherheitsfolie ausgeschlagenes Schlüsselmäppchen. Sollten sie auf solche Methoden zurückgreifen, machen Sie auf jeden Fall zur Sicherheit den Selbsttest: Nur wenn das Fahrzeug sich nicht  einmal dann öffnet, wenn Sie den "abgeschirmten" Schlüssel  direkt neben die Fahrzeugtür halten, haben auch die Diebe mit ihrer kriminellen Technik keine Chance. Alufolien oder ähnliches Material kann auch abschirmen, ist aber schnell beschädigt und dann nicht mehr sicher. Auch "Schlüsseltresore" sollten immer wieder getestet werden.
(ots/r)

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 18. Oktober 2018 um 16:41 Uhr